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Cay Rademacher machte sich für die Titelgeschichte des GEO auf die Spurensuche nach dem historischen Jesus und hat interessantes auf 16 Seiten festgehalten.

Die Weihnachtsgeschichte von Lukas ist bekannt. Auf Befehl des Kaisers Augustus, brechen Joseph und Maria - zwecks Steuerschätzung - von Nazareth nach Bethlehem auf, wo die Geburt im Stall und die Anbetung der Hirten erfolgt.

Dank mehreren antiken Quellen wissen Althistoriker, dass die Steuerschätzung tatsächlich angeordnet worden ist - zwischen den Jahren 6 und 8 n. Chr.

Lukas berichtete, dass Jesus ungefähr 30 Jahre alt ist, als er das erstmals predigt. Sein öffentliches Wirken dauert mindestens ein Jahr, dann wird er gekreuzigt. Sollte er tatsächlich im Jahr der Steuerschätzung geboren worden sein, müsste die Hinrichtung frühestens 37 stattgefunden haben. Pontius Pilatus aber, der Präfekt, der ihn ans Kreuz nageln lässt, wird bereits im Jahr 36 nach Rom zurückgerufen. Die Geschichte kann also nicht stimmen - oder die Uhren gingen damals anders.

Spannend liesst sich der Bericht und fordert zum Nachdenken auf, denn vieles im Leben dieses Mannes scheint auf einmal gar nicht mehr so aussergewöhnlich. Ausgenommen sein Verschwinden aus dem Grabe. Könnte es sein, dass alleine die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, entscheidend dafür ist, dass das Christentum zur Weltreligion werden konnte?

Die Behauptung etwa, die Jünger selbst hätten den Leichnam aus dem Grab gestohlen und anderswo verscharrt, sei eher unwahrscheinlich. "Es ist offensichtlich, dass Petrus und die anderen tatsächlich an die Wiederauferstehung glauben – und bereit sind, dafür in den Tod zu gehen. Wer aber würde um einer selbst fabrizierten Fälschung willen zum Märtyrer werden?“
sehpferd verfasste Töne am 6. Jan, 10:56:
Es könnte nicht sein
Klare Frage – klare Antwort: Nein.

Denn das Christentum wurde zunächst zu gar nichts: Schließlich war Jesus zunächst nur ein Täufer neben vielen anderen, und nur wenige Juden sahen in ihm den Messias.

In eine andere Kultur verpflanzt und vom cleveren Apostel Paulus entsprechend unterfüttert, brach sie die Religion zwar im römischen Reich Bahn - aber zunächst nur als Endzeitreligion für wenige Menschen, die weder am Kreuztod des Religionsstifters interessiert waren noch am „Pfingstwunder" - sondern daran, dass das "Reich Gottes" die damalige Weltherrschaft der Römer ablösen möge.

Wie wir wissen, kam die Endzeit bislang nicht. Das Christentum wurde die römische Staatsreligion und ab diesem Zeitpunkt überwiegend mit weltlicher Gewalt durchgesetzt.