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...war nie ganz weg.
Bin in eine Krise gerutscht. Ziemlich genau vor einem Jahr. Erschöpfungszustand, ausgelöst durch eine Begebenheit am Arbeitsplatz. Hab zu viel gearbeitet, mich nicht beachtet, meinen Körper als Maschine angesehen der einfach liefern muss, war getrieben von Wertvorstellungen, wie den etwas sein sollte.

Lernte sehr viel über mich in dem Jahr und je mehr mir bewusst wurde, desto mehr Verwirrung kam auf. Wer bin ich, was macht mich aus, wohin gehe ich, was will ich, was nicht mehr, welche Verhaltensweisen kann ich behalten, welche sollte ich ablegen?

Zu hohe Ansprüche an mich selber? Auf jeden Fall.
Wie bringt man die auf ein vernünftiges Mass?

Fragen über Fragen auf welche ich die Antworten noch nicht habe.

Aber es kommt gut!

Mehr Philosophisches, mehr Sinn und Unsinn können hier schon bald wieder gelesen werden.



So titelt ein Plakat, welches vor einem grossen Einkaufsriesen steht.

Weshalb, zum Geier, wird Fisch denn günstiger, wenn die Weltmeere überfischt sind, hä, bitte schön?

Müsste das nicht eher umgekehrt sein mit dem Preis? Marktwirtschaftlich gesehen?

Oder haben die einfach eine neue Fischfarm mit sämtlichen Fischarten als Lieferant, welcher hormongeschwängerte, Anti-Krankheitserreger-geimpfte Fischarten verkaufen?



weil: dämmt den Husten ein. Zumindest bei mir und für ca. 2 Stunden.

Vergesst sämtliche Hustensirups und Hustenarzneimittel dieser Welt!

Wer hat's erfunden?


weil: fördert den Husten.



Nach einem Tag ununterbrochenen Ohrenschmerzens, rang ich mich doch zu dem altbewährten Hausmittel durch - auch in Ermangelung anderer Alternativen - die zwar noch nie etwas nützten bei mir, aber einen wenigstens nicht so erbärmlich stinken liessen, wie die Knoblauchzehe.

Gesagt getan. Knoblauchzehe geschält, in ein kleines Stück geschnitten - und vorsichtig in den Gehörgang des schmerzenden Ohrs gesteckt. Natürlich hab ich noch daran gedacht, dass Stück nicht zu klein zu schneiden, damit es nicht im Ohr steckenbleibt. Aber kaum war das Knoblauchstück einigermassen im Ohr drinn, merkte ich es schon: es war wohl doch zu klein geschnitten.

Man stellt sich das nun doch wieder mal plastisch vor. (wer meinen Beitrag mit dem Titel Von den Widrigkeiten des Toblerone-Mousse machens noch nicht kennt, sollte sich den unbedingt zu Gemüte führen, um einen Einblick zu erhalten, von was ich rede).

Also man stelle sich das nun so vor. Im Pyjama an der Küchentheke stehend, fiebrig, mit sturmem Kopf und weichen Knien, schnipselte ich mir da doch die Zehe zurecht, steckte sie ins Ohr, auf das sie Linderung bringe und merkte, dass die eben wie gesagt zu klein war.

Mit dem Finger rausgrübeln war ja gar nichts, nur ein kurzer Versuch zeigte die Erfolglosigkeit. In der Panik legte ich den Kopf schief - mit dem beknoblauchten Ohr gegen unten und schüttelte den Kopf, in der Hoffnung, das Stück würde so hinausfallen. (eigentlich ziemlich überflüssig, wenn das von Hand nicht herausgegrübelt werden kann, fliegt es sicher auch nicht einfach so raus). Ich meine, das muss wieder ein Anblick gewesen sein. Wenn die Nachbarn von gegenüber zufälligerweise in in meine Küche geguckt hätten, die hätten sich ja wieder am Boden gewunden vor lachen.

Also schleppte ich mich in Panik in das Badezimmer, wo die Pinzette eventuell Lösung verhiess. Aber die war zu klein, und stiess das Stück nur noch mehr ins Ohr, so dass es nun am Trommelfell angekommen war und leicht dagegenstiess, was den Schmerz nicht gerade kleiner werden liess.

Vor meinem geistigen Auge sah ich mich ja als Notfall im Spital aufkreuzen, unter dem Gelächter irgend eines gutaussehenden Assistenzarztes, der mir das Stück Knoblauch aus dem Ohr herausgrübeln würde. Vor Schreck durchfloss mich ein noch grösserer Schüttelfrost, als mir von der Grippe sowieso schon vertraut war und liess wohl meinem Adrenalin freien Lauf. So dass ich in der Verzweiflung zu einem kleinen Messer griff und mit der flachen Kante das Stück irgendwie aus dem Ohr hinauspuhlen konnte. Danach musste ich mich sofort hinlegen, ob der Erschöpfung dieser absurden Geschichte.

Ein neues Stück schnitt ich mir trotzdem zurecht und die Ohrenschmerzen verschwanden innerhalb eines halben Tages.

Der Geruch allerdings haftet irgendwie immer noch...

Wer kennt auch noch so üble, aber nüztliche Hausmittel?

Nachdem ich nun auch die letzte Nacht nicht schlafen konnte und mich nach endlosem hin- und her wälzen aufhievte, um die Zeit - statt mich von einer Seite auf die andere zu panieren - an den PC setzte, um zu arbeiten, und danach müder, aber zufriedener wieder ins Schlafgemach huschte, um den Schlaf der Genesung (noch erkältet aber nicht mehr so schlimm grippig) zu geniessen, weckte mich irgendwann mal ein Telefonanruf.

Manch einer mag nun sagen: "*ç%&%/@+ wenn ich doch nun schon mal schlafen könnte". Zugegeben, dachte ich auch zuerst.

Aber nach dem ersten Kaffee und dem Starten des PC's viel mein Blick auf diesen Eintrag . Und der hat irgendwie etwas Gutes. Denn:
Beim lesen viel mir auf, dass ich nach 5 Tagen Grippe und im Bett liegen (Lagerkoller-Alarm), mich nun so gestärkt fühle, um das Grossprojekt: "Arbeitszimmer aufräumen" in Angriff nehmen zu können.
Vom Entschluss bis zur Tat können manchmal noch Tage vergehen:-)

So tituliert der Spiegel.

Ich bin auch erschüttert! DAS hätte ich von Ullrich NIE vermutet.

Wenn ich aus dem Fenster schaue, sehe ich den in voller Blüte stehenden Baum. Seine Blüten schimmern weiss-rosa. Was das wohl für eine Sorte sein mag? Sicher kein Apfelbaum, das wäre mir ja im Sommer oder Herbst schon längst aufgefallen. Muss irgend so ein Zierblütenbaum sein.

Mein Fokus verschiebt sich auf die Spur an der Fensterscheibe, welche Nachbars Kater mit unmissverständlicher Kompromisslosigkeit hinterlassen hat. Markieren sagt man in der Fachsprache - glaube ich.

Soso, bin ich also die Markierte. Muss ich mich nun da wohl noch geschmeichelt fühlen, dass dieser Mistfink an mein Fenster uriniert? Oder soll ich diesen Akt der Verunreinigung als das ansehen, was es ist? Nämlich einfach ein Rivalitätsding zwischen meinem Kater und dem des Nachbarn?

Meine Frühlingsgefühle sind ebenfalls erwacht. Das sieht man am neuen Layout meines Blogs. Von Schwarz zu grau-rot. Klarer Ausdruck von Zeitumstellung, mehr Tageslicht und Frühlingserwachen, oder?

Genau das mache ich seit Freitag.

Liege nämlich mit einer üblen Grippe im Bett und krieche vom selbigen zur Küche und wieder zurück. Nicht mal eines der bis jetzt ungesehenen DVD's kann ich mir gönnen, da ich zu rasch ermüde. Jetzt gerade geht es ein bisschen besser. Deshalb kurzer Blick in das Netz.

Was macht man denn, wenn man seit Freitag im Bett liegt, die Nacht nicht durchschlafen kann?

Sämtlichen unerledigten, wegen hektischem, rasendem Arbeitstempo nicht abgelegten, nicht klar aufgearbeiteten Gedanken und Geschehnissen nachhängen.

Von diesen gibt es viele. Das letzte Mal war Ende Dezember, als ich meine Gedanken und die Erlebnisse sortieren und überarbeiten konnte. Da kommt einiges zusammen. Sonntagnacht war ich bei Vorkommnissen der letzten Woche angelangt. Und da viel es mir auf. Vorher hab ich gar nicht gemerkt, dass es irgendwie chronologisch abgeht und hab mich nur geärgert, weil ich an Vergangenem herumstudieren musste.

Weshalb nun downshifting?

Eben, kurzer Kräfteschub ausgenutzt und im Netz die Neuigkeiten nachgelesen, als mein Auge auf den Artikel fällt.

Ich denke mein nächster Zug wird sowas in die Richtung sein. Nicht ganz "Adieu" sagen, aber nach dem Moto: "Weniger ist mehr" leben. Ein Gespräch mit meinem Chef ist angesagt.
Insofern haben Thorwald Detlefsen/Rüdiger Dalke mit ihrem Buch Krankheit als Weg vielleicht doch etwas.